Alpin Notruf: 140

„Downwash in echt gespürt“

Der Tirolerkogel (1380 m) in den Türnitzer Alpen ist einer der meistbesuchten Skitourenberge Niederösterreichs: Bis zu 300 Fellgeher und Winterwanderer besuchen diesen sanften Kogel an schönen Wochenendtagen und erfreuen sich auch am neu erbauten Annaberger Haus des Gebirgsvereines.

Aber dieser Berg hat auch seine dunklen Seiten.

Wanderer und Schneeschuhgeher verirren sich leicht bei Nacht und Nebel auf der Hochfläche zur Kuchlalm. Die nordseitigen Flanken und Gräben fallen steil ins Tal ab und bergen nicht selten erhebliche Lawinengefahr.

Auf mögliche Rettungseinsätze haben sich am 5.12. 15 Bergretter der Ortstelle St. Pölten gemeinsam mit dem Bundesheer und der Blackhawk-Staffel im Fliegerhorst in Langenlebarn gut vorbereitet. Außenlandeplätze für den großen Transporthubschrauber wurden ausgekundschaftet, steile Gräben und die zuletzt gesetzte Stangenmarkierung über die Hochfläche zur Sterngasse aus der Luft besichtigt.

Als Training für den übelsten Ernstfall haben die Piloten Vzlt. Christian Hutsteiner und Hptm. Elmar Gart drei Außenlandungen durchgeführt und die Bergretter das Ein- und Aussteigen im Gelände geübt. „Den mächtigen Downwash des 16 Meter- Rotors, der von 4000 PS angetrieben wird, muss man als Bergretter einmal erlebt haben“, zog Einsatzleiter Erich Winkler ein Resumee.

Bei prächtigem Flugwetter endete die Übung mit einem Panoramaflug entlang des „Rauhen Kammes“ am Ötscher, dem Mostviertler Vaterberg.

Helmut Friessenbichler

Fotos: © ÖBRD

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