Alpin Notruf: 140
Die Bergrettung als Paketzusteller

Die Bergrettung als Paketzusteller

Auch bei der Bergrettung gab es coronabedingt weniger Übungen und Treffen, aber im August war es doch wieder soweit. Einige Mitglieder unserer Ortsstelle machten sich gemeinsam auf den Weg ins Gesäuse um ein paar schöne Tage in den Bergen zu verbringen – und um dabei auch gleich ein wenig zu üben.

Übernachtet wurde auf der Hesshütte; mit eigenem Schlafsack da alle Decken weggeräumt waren.
Wetterbedingt (Regen, Regen, …) fielen die geplanten Klettertouren leider aus, aber auch so fanden wir genug zu tun und wir bestiegen die umliegenden Gipfel einfach über die Normalwege.

Auf dem Weg auf‘s Hochzinödl kamen wir bei der Sulzkaralm vorbei. Der Wirt der Hesshütte hatte ein Paket für den Halter dort bekommen und da die Alm auf unserem Weg lag stellten wir es kurzerhand zu. Das Paket war von einem Wanderer welcher den Kindern des Halters eine Freude machen wollte und ihnen Spielzeug geschickt hat. Eine wirklich sehr freundliche Geste über die sich alle wahnsinnig gefreut haben.

Weiters standen die Planspitze und das Hochtor (über den Josefinensteig und den Roßschweif) am Programm.
Geübt wurde der Seilgeländerbau, Standplatzbau und Flaschenzüge.

Trotz des etwas feuchten Wetters war es ein sehr schönes verlängertes Wochenende, und am letzten Tag wurden wir dann doch noch mit der Sonne belohnt.

Fotos: © ÖBRD
Sanitätsschulung 2019

Sanitätsschulung 2019

Am 23.11.2019 fand in der Ortsstelle St. Pölten eine Sanitätsschulung im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung statt.

Thomas Kaltenecker vom SAN-Referat der Bergrettung NÖ/Wien frischte in einem 8-stündigen intensiven Programm die Kenntnisse in Theorie und Praxis wieder auf. Insgesamt nahmen 14 Bergretter und Bergretterinnen aus 4 Ortsstellen teil. Nach dem Theorie-Block am Vormittag und einigen praktischen Übungen zum Thema Verbände ging es am Nachmittag nach draußen, wo einige Szenarien mit der UT2000 sowie die praktische Anwendung mit dem Tragetuch und der Stifneck geübt wurden.

Fotos: © ÖBRD
Winterübung 2018/19

Winterübung 2018/19

Der heurige Winter zeichnet sich nicht nur durch seine Schneemengen sondern auch durch die Einsatzzahlen in unserem Gebiet aus. Trotzdem – oder gerade deshalb – wurde Ende Februar wieder fleißig geübt, diesmal im Schigebiet Annaberg.

Diesmal lud die OS Annaberg zu einer Clusterübung ein, an der neben St. Pölten auch Türnitz teilnahm. Einige Kollegen aus Türnitz mussten uns jedoch  auch gleich wieder verlassen da sie zu einem tatsächlichen Einsatz gerufen wurden.

Am Programm stand Stationsbetrieb mit folgenden Schwerpunkten: Einsatzabwicklung und -übernahme und Flaschenzugarten inkl. Standplatzbau im Schnee.
Damit das aktualisierte Wissen auch gleich gefestigt wird fand der Tag mit einer Einsatzübung seinen Ausklang. Es galt einen verletzten Schifahrer im steilen Waldgelände zu suchen, in den Akja einzubringen und sicher ins Tal zu befördern, was bis in die Nacht hinein dauerte.

Jedenfalls war es wieder ein ereignis- und lehrreicher Tag und wir bedanken uns bei unseren Kameraden für die tolle Abwicklung.

Fotos: © ÖBRD

Pistendienst Refresher

Pistendienst Refresher

Seit gut einer Woche sind im Schigebiet Annaberg die Lifte wieder in Betrieb, und auch die Bergretter der Ortsstelle Annaberg versehen wieder ihren Pistendienst. Hierbei werden sie von der OS St. Pölten unterstützt wenn Personal benötigt wird.

Um optimal auf diese Dienste vorbereitet zu sein gab es wieder eine gemeinsame Auffrischung, den sogenannten „Pistendienst-Refresher“.  Am Programm stand dabei wie auch schon in den letzten Jahren folgender zentraler Punkt: der Akja; und zwar in sämtlichen Spielarten.

Schidoo Fahren mit Akja , Akjafahren am Schidoo, Akjafahren auf Piste inkl. Geländeeinweisung der noralgischen Punkte.

Neben den Annaberger Bergrettern nahmen von der Ortsstelle St. Pölten zehn Personen daran teil, und auch die Kollegen aus Türnitz waren mit acht Personen beteiligt.

Da es immer schwieriger wird Nachwuchs für die freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit bei diversen Vereinen zu finden beschreitet man bei der Bergrettung den Weg der „Clusterbildung“, also ortsstellenübergreifende Übungen und Kurse. Wir sind froh das dieses System Zuspruch findet und auch gut funktioniert, da wir es in den erwähnten Ortsstellen bereits seit einiger Zeit selbst leben.

Fotos: © ÖBRD

Großübung am Tirolerkogel

Großübung am Tirolerkogel

Eine Wanderin verletzte sich beim Abstieg vom Tirolerkogel schwer und konnte nicht mehr weiter: Das war die Annahme einer Übung der Bergrettung Türnitz gemeinsam mit St. Pölten.

Ein Abstieg alleine mit ihrem Begleiter war nicht mehr möglich. Sie verständigte eine Freundin, die sodann den Notruf bei der Bergrettung absetzte. Der Handykontakt wurde unterbrochen, sodass sich ein ungenaues Lagebild über den Aufenthaltsort der Verletzten ergab.

Unsere Suchmannschaft und die der Ortsstelle Türnitz machten sich ausgehend von der Kuchlalm auf den Weg um das Gebiet talwärts Richtung Weidenau abzusuchen. Im unteren Bereich des Sterngassl’s wurde die Verletzte gefunden. Sie wurde jedoch alleine angetroffen. Ihre Begleitung wollte Hilfe holen und war jetzt auch in dem steilen, unübersichtlichen Waldgelände abgängig.

Die verletzte Frau wurde mittels Gebirgstrage über eine Schotterrinne bis zur nächsten Forststraße abtransportiert, von hier ging es dann mit dem „Defender“ weiter Richtung Tal. Die Suchmannschaften setzten einstweilen ihre Suche nach dem vermissten Freund fort, welcher nach kurzer Zeit in einem steilen Waldstück schwerst verletzt entdeckt wurde. Seine Bergung konnte nur durch die Anwendung von Seiltechnik erfolgen, die gesamte Mannschaft wurde gefordert.

Es zeigte sich das die Zusammenarbeit zwischen den Ortsstellen reibungslos klappt und aufgrund der immer häufiger werdenden Einsätze in Zukunft auch immer wichtiger wird. Die fundierte Ausbildung liefert eine solide Basis dafür.

 

Fotos: © ÖBRD

Es wird scho glei dumpa …

Es wird scho glei dumpa …

Im Winter muss man eine Tourenplanung anders gestalten als im Sommer, schon aufgrund der früher einsetzenden Dunkelheit. Das musste auch eine junge Familie beim Abstieg von einem Schutzhaus am eigenen Leib erfahren; so die Übungsannahme gemeinsam mit den Ortsstellen Annaberg und Türnitz.

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