Alpin Notruf: 140
Für euch im Einsatz – auch während Corona

Für euch im Einsatz – auch während Corona

Während die einen in ihrer Freizeit dem Pistenvergnügen frönen, sind die anderen ehrenamtlich in Warteposition, bis etwas passiert: die Bergretter im Bezirk.

Die Ortstelle Annaberg, mit Unterstützung der Ortsstelle St. Pölten, musste in zwei Tagen gleich vier Mal ausrücken: Das Rodelvergnügen endete für einen älteren Herren am Tirolerkogel schmerzhaft. Bei der Talfahrt kam er mit dem Schlitten zu Sturz. Seine Gattin setzte die Rettungskette in  Gang. Drei Bergretter rückten mit dem Quad zum Verunfallten aus. Aufgrund der Schwere der Knieverletzung des Mannes alarmierten sie den Notarzthubschrauber nach. Der Mann wurde nach der Erstversorgung schließlich vom gelben Engel „Christophorus 2“ ins Wiener Neustädter Spital geflogen.

Doch noch drei weitere Unfälle gab es auf den Annaberger Pisten: Drei Mal kamen Skifahrer zu Sturz. Eine Dame flog ebenso der „Christophorus 2“ wegen einer Verletzung am Fuß ins Krankenhaus. Die beiden anderen Skifahrer verletzten sich am Arm und Knie. Nach der Erstversorgung und Abtransport von der Piste durch die Bergrettung wurden sie durch die Rettung ins Spital gebracht.

(Text: NÖN)

Schwerer Unfall auf Eiskletterroute „Blue Box“

Schwerer Unfall auf Eiskletterroute „Blue Box“

Auf der Eiskletterroute „Blue Box“ bei Erlaufboden hat sich am Samstag, 21.01.2017, ein schwerer Unfall ereignet. Ein 34-jähriger Slowake stürzte 20 Meter tief ins Seil ab. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

In den Hinteren Tormäuern im Gemeindegebiet von Annaberg (Bezirk Lilienfeld) haben die drei Männer aus der Slowakei ihre Eisklettertour begonnen. Im Vorstieg der sogenannten „Blue Box“ ereignete sich gegen 15.00 Uhr dann der folgenschwere Unfall.

Aus noch bisher unbekannter Ursache stürzte der 34-jährige Kletterer etwa 20 Meter ins Seil ab. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde zunächst von den beiden anderen Kletterern, die mit ihm unterwegs waren, zu einem sicheren Standplatz gebracht.

Von der Ortsstelle St. Pölten befand sich am Samstagnachmittag aufgrund einer Übung eine große Einsatzgruppe am Tirolerkogel, welche sofort ins Tal abfuhr um die Ortsstelle Annaberg, welche für dieses Gebiet zuständig ist, bei dem schwierigen Einsatz zu unterstützen. Auch die Alpinpolizei war im Einsatz. Da es sich bei der Eiskletterroute um eine sehr anspruchsvolle Route handelt, dauerte der Einsatz der Bergrettung mehrere Stunden, sagt Martin Gurdet, der Landeseinsatzleiter der Bergrettung. „Eisfälle sind extrem schwierige und anspruchsvolle Gebiete für uns. Man muss mit einem Seilgeländer und einem vernünftigen Zustieg versuchen zu dem Verletzen vorzudringen und dann die Bergung vorzunehmen“, so Gurdet. Um 22.30 Uhr war der Einsatz vorbei und der Mann wurde ins Universitätsklinikum St. Pölten gebracht.
(Text: ORF + Ergänzungen)
Foto: Summitsports.hu